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Michelbach will mit Scheuer über Bahnausbau in Coburg reden – „Planungen müssen aktuelle Entwicklung berücksichtigen“

Coburg/Berlin – Der Coburg/Kronacher Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach will mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer über die ablehnende Haltung des Bundes zum Schienenausbau im Bereich Coburg sprechen. Der CSU-Politiker reagiert damit auf ein Schreiben Scheuers an die Stadt Coburg, in dem ein Gleisausbau im Bereich der Vestestadt abgelehnt wird.

Er könne nicht nachvollziehen, weshalb im Verkehrsministerium „immer noch auf der Basis von fast 30 Jahre alten, längst von der Wirklichkeit überholten Planungsunterlagen“ für den Bau der ICE-Trasse Berlin – München gearbeitet werde, heißt es in dem Schreiben Michelbachs vom Mittwoch. In den alten Planungen seien nur zwei ICE-Paare pro Tag jeweils in Tagesrandlagen vorgesehen gewesen. Inzwischen aber gebe es täglich acht ICE-Abfahrten in Coburg und die Bahnführung habe bereits bei einem Treffen mit Vertretern der Region im vergangenen Jahr die grundsätzliche Bereitschaft zu einer weiteren Aufstockung signalisiert. „Entscheidungen auf der Grundlage der aktuellen und perspektivischen Entwicklungen getroffen werden und nicht auf der Basis verstaubter Papiere“, kritisierte Michelbach.

Er halte es zudem in einer Zeit, „in der wir intensiv über eine Verkehrswende reden, auch nicht für angebracht, bei dem aus meiner Sicht dringend notwendigen Gleisausbau in ein Schwarze-Peter-Spiel zu verfallen und wegen der Mitnutzung der Gleisanlagen durch den Schienenpersonennahverkehr auf das Land zu verweisen“, schrieb Michelbach weiter. „Wenn es in dieser Frage Klärungsbedarf gibt, sollte dieser zwischen Bund und Land aktiv herbeigeführt werden. Stadt mit einem berechtigten Anliegen von Pontius zu Pilatus zu schicken, wird der Herausforderung der Verkehrswende jedenfalls gewiss nicht gerecht.“

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