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Ich bin von der Stärke unserer Region und seiner Menschen überzeugt!

Michelbach: Keine neue Stromtrasse durch die Region Coburg und Kronach – „Gemeinsamer Kampf hat sich gelohnt“

Coburg – Die Region Coburg/Kronach hat sich im Kampf mit Bundesnetzagentur und Netzbetreibern gegen den Bau einer neuen Höchstspannungstrasse durchgesetzt. Der Bundestag strich das Vorhaben jetzt bei der Novellierung des Bundesbedarfsplangesetzes. „Ich freue mich sehr, dass der jahrelange gemeinsame Kampf von Politik und Gesellschaft erfolgreich gewesen ist und das Schreckgespenst P44 vom Tisch ist“, sagte der Coburg/Kronacher Wahlkreisabgeordnete Hans Michelbach am Montag in der Vestestadt. Er habe auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gedankt, der am Ende ein „offenes Ohr für die guten Argumente“ der Region gehabt habe. Michelbach hatte in der jahrelangen Auseinandersetzung immer wieder das Gespräch mit Altmaier gesucht, um den Argumenten der Region Nachdruck zu verleihen.

Der Wahlkreisabgeordnete dankte gleichzeitig allen Bürgern und Kommunalvertretern, die sich im Kampf gegen eine neue Trassenführung engagiert hatten. „Wir haben gemeinsam Stärke gezeigt und durch viele zielgerichtete Aktionen, sei es bei Gesprächen in Berlin und München oder durch Demonstrationen und Ortstermine mit Entscheidungsträgern erfolgreich die berechtigten Interessen der Region verteidigt. Die Solidarität der Region, die sich nicht gegeneinander ausspielen ließ und den gemeinsamen Kurs beharrlich verfolgte, war das Pfund, das diesen herausragenden Erfolg möglich machte“, unterstrich Michelbach

Er betonte, die Region habe mit der Thüringer Strombrücke bereits einen hinreichenden Beitrag zur Energiewende geleistet. Er habe es immer für völlig widersinnig gehalten, dass eine bestehende Trasse gesucht werde, um neben eben dieser eine neue Trasse zu errichten oder die bestehende Leitung durch eine neue höhere zu ersetzen.

Michelbach erinnerte an die gemeinsame Unterredung von Bundeskanzlerin Merkel, dem damaligen Ministerpräsidenten Seehofer sowie dem seinerzeitigen Bundesenergieminister Gabriel vom Juli 2015, wonach die Region nicht zusätzlich belastet werden sollte. Diese Ankündigung erfahre jetzt nach jahrelangem Kampf gegen vielfältige Wünsche der Netzbetreiber die ersehnte Umsetzung. „Den Menschen vor Ort war schlichtweg nicht mehr vermittelbar, immer wieder aufs Neue die Last von zusätzlichen Infrastrukturmaßnahmen zu tragen. Ein Bruch des Versprechens, keine Doppeltrassen zu schaffen, hätte die Menschen in der Region vor den Kopf gestoßen“, betonte Michelbach.

Er selbst habe ohnehin keinen Übertragungsbedarf zwischen den zwei Netzverknüpfungspunkten auf Thüringer und Bayerischer Seite für erforderlich gehalten. Auch habe ihm niemand jemals einen belastbaren konkreten Nachweis dafür erbracht, dass man 2030 tatsächlich eine weitere Trasse benötigen werde, um die Versorgungssicherheit und Stabilität im Netz zu gewährleisten. Auch vor dem Hintergrund sich rasant entwickelnder technischer Neuerungen sehe er keinerlei verlässliche Planungsgrundlage. 

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