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Ich bin von der Stärke unserer Region und seiner Menschen überzeugt!

Michelbach: „Es ist Zeit, Jüngere ranzulassen“ – Nach 27 Jahren soll der Generationenübergang gelingen

Coburg/Kronach – Der Coburg/Kronacher Wahlkreisabgeordnete Hans Michelbach wird bei der nächsten Wahl 2021 nicht erneut für ein Bundestagsmandat kandidieren. Seit 1978 hat er auf verschiedenen Ebenen ein politisches Mandat wahrgenommen. „Nach 27 Jahren im Bundestag, zwölf Jahren als Bürgermeister und sechs Jahren im Coburger Stadtrat ist die Zeit gekommen, Jüngere ranzulassen“, sagte Michelbach am Freitag in Coburg. Seine Entscheidung teilte er der Bundeswahlkreiskonferenz der CSU mit und läutete damit die Suche nach einem Nachfolgekandidaten für den Wahlkreis ein.

„Es war eine großartige Zeit, in der ich wichtige Entscheidungen für die Menschen in unserem Land und unserer Region mitgestalten durfte“, sagte Michelbach. Er nannte unter anderem die Gestaltung der deutschen Einheit, die Verbesserung der Infrastruktur auf Schiene und Straße, die Stärkung der Kommunalfinanzen, die aktive Wirtschaftsförderung und eine solide Haushaltspolitik, die ohne Neuverschuldung ausgekommen sei. „Gerade die Einführung einer Schuldenbremse im Grundgesetz und unsere Politik der schwarzen Null hat unsere starke Antwort auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie erst möglich gemacht. Deshalb ist es wichtig, möglichst rasch dahin zurückzukehren“, unterstrich der Wahlkreisabgeordnete. Als Stellvertretender Vorsitzender der CSU Landesgruppe, Mitglied im Fraktionsvorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Bundestagsfinanzausschuss konnte Hans Michelbach wesentlichen Einfluss bei den Entscheidungen in Bonn und Berlin gewinnen. 

Ein besonderes Anliegen war Hans Michelbach in all den Jahren immer die Wahlkreisarbeit vor Ort. So hat er bei der Wahlrechtsreform durchsetzen können, dass der Wahlkreis Coburg/Kronach auch in der nächsten Legislaturperiode 2021-2025 bestehen bleibt. „Der Status eines direkt gewählten Abgeordneten hat mich dabei gestärkt“, so der Bundestagsabgeordnete.

Er dankte allen Bürgerinnen und Bürgern, „die mir in den zurückliegenden Jahren ihr Vertrauen geschenkt und mich als Ihren Wahlkreisabgeordneten in den Bundestag gewählt haben. Und natürlich respektiere ich auch jene, die eine andere Wahl getroffen haben. Für mich waren die direkten Kontakte mit den Menschen - ob auf Festen oder Versammlungen, bei Diskussionen oder bei Sportveranstaltungen und anderen Veranstaltungen - immer das Wichtigste. Es gibt keine bessere Möglichkeit zu erfahren, was die Menschen denken und wünschen als diese Kontakte und Gespräche. Deshalb sehe ich auch alle Bestrebungen höchst skeptisch, die das Gewicht der direkten gewählten Abgeordneten schmälern und die Distanz zwischen Wahlkreisabgeordneten und Bürgern vergrößern. Wichtig war für mich aber auch ein enger Kontakt zu den Betrieben im Wahlkreis. Gerade auch jetzt in der Krisenzeit zur Sicherung der Arbeitsplätze“, betonte Michelbach. 

Der Wahlkreisabgeordnete fügte hinzu: „Es hat mir immer viel Freude gemacht, meine Kontakte auf der Bundesebene zum Wohle aller für die Entwicklung der Region zu nutzen, etwa beim Ausbau der Infrastruktur in den Bereichen Straße, Schiene und schneller Datenleitungen oder der Stärkung der Region als Hochschulstandort. Gleiches gilt für die Gewinnung von Wirtschaftsfördermitteln und Gelder der Städtebauförderung für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region.“

Der in Gemünden am Main geborene Sohn einer Kaufmannsfamilie trat 1976 in die CSU ein und wurde bereits zwei Jahre später zum stellvertretenden Bürgermeister seiner Heimstadt gewählt. 1982 wurde er drei Mal zum Ersten Bürgermeister der Stadt gewählt - ein Amt, das er bis 1994 innehatte.

1994 zog Michelbach als Spitzendkandidat der Mittelstands-Union über die CSU-Landesliste in den Bundestag ein, wo er sofort Mitglied des Finanzausschusses wurde. 2002 errang er erstmals das Direktmandat für den Wahlkreis Coburg/Kronach, ein Mandat, das er seither in ununterbrochener Reihenfolge verteidigte. Seither war er auch Vorstandsmitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender des CDU/CSU-Wirtschaftsflügels (PKM) mit derzeit 183 Abgeordneten. Von 2014 bis 2020 gehörte er auch dem Stadtrat von Coburg an.

Von 2000 an vertrat er als Vorsitzender der Mittelstands-Union und stellvertretender Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion den Wirtschaftsflügel der CSU.

Von 1998 bis 2019 gehörte er auch dem CSU-Parteivorstand an. Neben seiner parlamentarischen Arbeit war Michelbach auch Präsidiumsmitglied des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels und Vollversammlungsmitglied der Industrie- und Handelskammer zu Coburg und bekleidet bis heute das Amt des Präsidenten der Coburger Turnerschaft.

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