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Michelbach: Bahn-Chef Lutz sichert zügigen Abschluss der Baumaßnahmen am Bahnhof Coburg zu – Gespräch zur besseren ICE-Anbindung aus wichtigem Grund verschoben

Coburg – Nach monatelangem intensiven Einwirken auf die Deutsche Bahn AG auch unter Einbeziehung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer sind seit Kurzem Fortschritte bei den baulichen Verbesserungen am Coburger Bahnhof zu verzeichnen. Inzwischen hat die Erschließung der Parkplatzfläche mit der Direktanbindung an die Bahnsteigunterführung begonnen. „Ich begrüße diese positive Entwicklung, auch wenn sie viel früher hätte erfolgen können. Die weiter unzureichende Einbeziehung Coburgs in das ICE-Netz ist jedoch ein anhaltender Kritikpunkt, bei dessen Lösung ich hart bleiben werde“, erklärte der Coburg/Kronacher Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach am Mittwoch in der Vestestadt.

Diese Themen sollten auch Gegenstand eines Gesprächs in dieser Woche mit dem Vorstand der Deutschen Bahn AG in Berlin sein, an dem auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer und der Präsident der IHK zu Coburg, Friedrich Herdan, teilnehmen sollten. „Wegen eines erst jetzt bekannt gewordenen Zielplanes des Bundesverkehrsministeriums bin ich jedoch in einem Telefonat mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Richard Lutz, übereingekommen, das Gespräch auf den 14. Februar nächsten Jahres zu vertagen. Das ist erforderlich, damit der mit der Bahn nicht abgestimmte Zielplan in seinen möglichen Konsequenzen ausreichend bewertet werden kann. Ohne diese Bewertung ist ein Gespräch über die künftige Bedienung des ICE-Halts Coburg derzeit nicht sinnvoll. Ich habe inzwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einem Schreiben dringlich zur Erläuterung des Plans aufgefordert, der in der Region Befürchtungen einer Abkopplung Coburgs vom Hochgeschwindigkeitsnetz laut werden ließ“, sagte Michelbach.

„Herr Lutz hat mir in unserem Telefongespräch versichert, dass eine Abkopplung Coburgs nicht im Interesse der Bahn ist. Vielmehr hat er zugesichert, dass die Bahn mit Blick auf den hohen Kundenzuspruch an der Errichtung eines vierten ICE-Zugpaares für Coburg festhält“, erläuterte Michelbach. Der Abgeordnete betonte zugleich, er werde weiter mit Nachdruck dafür kämpfen, dass Coburg wenigstens im Zwei-Stunden-Takt von einem ICE-Paar bedient werden müsse. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagte er mit Blick auf die Terminverschiebung.

In dem Telefonat versicherte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG auch, dass die Baumaßnahmen am Bahnhof Coburg zügig fortgesetzt und zum Abschluss gebracht werden sollen. „Er hat dabei auch in besonderer Weise den Beitrag der Stadt Coburg zur Verbesserung der Parkplatzsituation gewürdigt“, sagte der CSU-Abgeordnete.

Er betonte: „Ich werde die weitere Entwicklung gemeinsam mit der Stadt und der Wirtschaft sehr genau begleiten und bei erkennbaren neuerlichen Verzögerungen bei der Bahn intervenieren. Die bisherigen Zustände werden von Bürgern, Wirtschaft und Stadt als Beispiel für schlechten Service und erhebliches Planungsversagen der Bahn angesehen. Die Bahn tut gut daran, die Zustände zügig weiter zu verbessern, um ihr in Coburg arg ramponiertes Image zu verbessern.“

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