start
Ich bin von der Stärke unserer Region und seiner Menschen überzeugt!

CSU-Wirtschaftsflügel fordert besonnene Reaktion auf US-Strafzölle

München - Der Sprecher des CSU-Wirtschaftsflügels und Obmann der Unionsfraktion im Bundestagfinanzausschuss, Hans Michelbach, hat sich für eine besonnene Reaktion auf die Verhängung von Strafzöllen für Stahl- und Aluminiumimporte in die USA ausgesprochen. „Es ist besser, weiter in einem intensiven Dialog zu bleiben als einen Handelskrieg anzuzetteln. Die USA werden bald merken, dass sie sich selbst am meisten mit der Strafzoll-Politik schaden“, sagte Michelbach am Freitag in München.

„Statt ihrerseits mit Strafzöllen auf US-Importe zu reagieren, sollte die EU den Weg über eine Klage gegen die USA bei der Welthandelsorganisation gehen. Das ist das für solche Fälle vorgesehene Verfahren“, betonte der CSU-Politiker. Die Pläne der EU-Kommission, im Gegenzug Strafzölle auf Erdnussbutter, Whiskey und Harley Davidson-Motorräder zu verhängen, um vor allem Regionen mit starker Trump-Wählerschaft zu treffen, nannte Michelbach „kindisch“.

„Ich frage mich, was geht in den Köpfen von Leuten vor, die meinen, sie könnten mit Strafzöllen auf Erdnussbutter den Rückhalt des US-Präsidenten bei seinen Wähler schmälern. Im Grunde genommen rächt sich jetzt, dass die EU-Kommission keinen ernsthaften Versuch unternommen hat, mit dem US-Präsidenten und seiner Regierung in einen permanenten politischen Dialog zu treten. Leider war auch die deutsche Außenpolitik in der zurückliegenden Legislaturperiode in dieser Hinsicht kein Vorbild“, kritisierte Michelbach.

Zurück

top